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Hartlöten

TECH. INFO.

HARTLÖTEN

Hartlöten nennt man das Verfahren, bei welcher gleiche oder unterschiedliche Metalle, ohne selbst zu schmelzen, mit einem Zusatzwerkstoff (Hartlote) dessen Löttemperatur bei 450°C liegt, verbunden werden. Falls die zu verbindenden Teile in einem aufeinander liegenden, Stirn zu Stirn stehenden oder ineinander gehenden Design sind, ermöglicht, die Hartlote im Verbindungsbereich in Form von Kapillaren fließend, eine stabile und dichte Verbindung herstellen. Dieses Hartlötverfahren wird Kapillar-Hartlöten genannt. Doch wenn die zu verbindenden Teile wie V-, U- oder X- Schweißfugen ausrichten und mit der Füllung der Hartlötlegierung eine Verbindung erstellen, wird dieses Lötverfahren, Lötschweißen genannt. Außer dem Verbinden kann das Hartlötverfahren auch zur Flächenbeschichtung eingesetzt werden.

Bei dem Hartlötverfahren können einer der Wärmequellen wie autogene Schweißbrenner (Brenner), Backofen, Induktionslöten, Lötpistolen, elektrischer Widerstand verwendet werden. Je nach dem Verbindungsdesign, Einfachheit der Anwendung, Produktionsgeschwindigkeit kann die am besten geeignete Wärmequelle ausgewählt werden. Die Produktionsbereiche, bei der das Hartlöten am meisten eingesetzt wird, sind: Heizung, Kühlung, Lüftungssysteme, Fahrrad-und Motorrad-Herstellung, Automobilindustrie, Metallmöbel und Haushaltsgeräte-Industrie.

Hartlote

Hartlotmateriale sind wie in den Normen DIN 8512, DIN 8513, AWS A5.8 und ISO 3677 klassifiziert, reine Metalle oder Legierungen. In diesen Normen werden Hartlote entsprechend der chemischen Zusammsetzung, Schmelzbereich, Zusatzmetallart u.Ä. technischen Eigenschaften klassifiziert. Weitere Informationen zu OERLIKON Hartlote sind in den technischen Datenblättern zu finden.

Vorbereitung von Hartlötflächen

Für die Qualität der Hartlötung ist die Vorbereitung der zu verbindenden Oberfläche wichtig. Die Oberflächen müssen glatt sein und vollkommen frei von Rückständen wie Oxyd, Graten, Öl, Fett u. Ä. sein. Bei der Oberflächenvorbereitung sollten scharfe Kanten und Ecken gemieden werden. Diese Flächenvorbereitung und Reinigung kann mit mechanischen und chemischen Methoden durchgeführt werden. Der Lötvorgang sollte bei gereinigten Oberflächen unverzüglich vorgenommen werden. Denn während der Wartezeit kann sich die Oberfläche nochmals oxidieren und eine Wiederholung der Reinigung kann erforderlich sein.

Hartlöt Flussmittel

Spezielle Chemikalien, die vor dem Hartlöten auf die Fläche und auf das Hartlötmaterial geschmiert werden, nennt man Flussmittel. Flussmittel verflüssigen sich bei 50-100°C unter dem Schmelzpunkt der Hartlote und erfüllen somit die folgenden Aufgaben:

  • Oxyd auf der Oberfläche chemisch lösen;
  • Oxidationen die sich während dem Vorwärmen bilden können, zu vermeiden;
  • Mit der Reduzierung der Spannung der flüssigen Hartlot-Legierung auf der Oberfläche, wird eine einfache Verteilung auf dem Werkstück und dessen Feuchtigkeit gewährleistet;
  • Die Gewährleistung der langsamen Abkühlung der Verbindungsbereiche;
  • Das Schmelzen vor dem Hartlot, teilt den ungefähren Schmelzbeginn der Hartlötung mit. Diese Eigenschaft ist besonders bei Aluminium und Legierungen, die ihre Glühfarbe nicht zeigen ein wichtiger Bestandteil.


Beim Hartlöten darauf achten, dass nicht zu wenig oder zu viel Kapillar angewandt wird. Anwendung von zu wenig Kapillaren führt dazu, dass die oben aufgeführten Aufgaben nicht vollständig erfüllt werden und zu hohe Anwendung führt zu hohen Kapillarresten nach der Hartlötung.

Nach der Hartlötung müssen die Kapillarreste gereinigt werden, ansonsten kann es je nach Eigenschaft der Kapillare zu Korrosionen führen. Dieser Reinigungsvorgang kann durch Waschen mit Wasser, mechanisch bürsten, durch eintauchen ins Wasser durchgeführt werden, solange das hartgelötete Teil noch warm ist oder chemisch durchgeführt werden.


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