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Schweissen Von Hartauftragunden

TECH. INFO.

SCHWEISSEN VON HARTAUFTRAGUNGEN

Die Bedeutung der Hartauftragung-Schweißungen steigt laufend in der modernen Technik. Bei betriebsbedingtem Verschleiß, Korrosion oder sonstigen Abnutzungserscheinungen kann durch Einsatz der Auftragschweißung eine wirtschaftliche Regenerierung von Bauteilen erfolgen. Regenerierungsvorgang, Verschleißteile bedingt durch metallischen Abrieb, z. B.: Walzen, Kranräder, Wellen, Schienen sowie Teile, die einem Mineral-Verschleiß ausgesetzt sind z. B.: umfasst auch die Regenerierung mit Hartauftrag von Arbeitsmaschinen, Trägerschnecken, Excavator-Bagger

Die Möglichkeiten der Auftragschweißung liegen aber nicht nur auf dem Gebiet der Instandsetzung, sondern auch in der Neufertigung von Werkzeugen und Bauteilen. Bei dieser Fertigungsmethode wird als Trägerwerkstoff ein unlegierter oder niedriglegierter Stahl verwendet, dessen Oberfläche durch Hartauftragen mit einem hochwertigen Schweißzusatz gepanzert wird.

Das wichtigste Auswahlkriterium für das Auftragschweißen sind die Verschleißbedingungen; ob der Verschleiß bedingt durch Metall, Mineral, Korrosion, Kavitation, Erosion oder hohen Temperaturen entstanden ist. Die Auswahl des geeigneten Schweißzusatzes ist abhängend von diesen Bedingungen. Daneben ist die Kenntnis der Zusammensetzung des Grundwerkstoffes zur Festlegung der Temperaturen für Vorwärmung und nachfolgende Wärmebehandlungen dringendst erforderlich.

Entsprechend den Verschleißbedingungen des Grundwerkstoffes muss das Schweißgut die geeigneten Eigenschaften besitzen. Diese Eigenschaften können wie folgt aufgeführt werden:

1. Härtung nach dem Schweißen
2. Härtung mit hohen Temperaturen
3. Beständigkeit gegen Metallverschleiß
4. Beständigkeit gegen Verschleiß bei Abrasion und Vermahlung
5. Schlagbeständigkeit
6. Korrossionsbeständigkeit
7. Beständigkeit gegen Verrostung und Oxidation.

In manchen Fällen können einige der Verschleißfaktoren gleichzeitig vorhanden sein, dann muss das Schweißgut alle Eigenschaften besitzen. Daher ist die bewusste Auswahl des geeigneten Schweißgutes erforderlich. Natürlich ist es nicht möglich alle Eigenschaften in einem einzigen Schweißzusatz zu finden. Jedoch ist es möglich für die meisten Fälle das bestgeeigneteste und ausreichend erfolgbringende Schweißzusatz zu finden und auszuwählen.

Schweißzusätze

In DIN 8555 Schweißzusätze zum Hartauftragen sind geeignete Schweißzusätze genormt. In dieser Norm sind auch die Schweißzusatz Legierungstypen und -härten genormt. Nebenbei sind auch die Herstellungsmethoden (z. B.: GO = Guss, GF = Fülldraht) und Eigenschaften des Schweißguts (z. B.: C = Korrosionsbeständigkeit, K = Härtung mit Kältebearbeitung) aufgeführt. In dieser Norm sind die wichtigsten Eigenschaften der Schweißzusätze aufschlußreich aufgeführt.

Schweißen von Hartauftragung Werkzeuge

Eine anderer interessanter Anwendungsbereich für das Schweißen von Hartauftragungen sind Hartwerkzeuge z. B.: Regenerierung von Messer, Stanzwerkzeugen, Schneidkanten, Tiefziehwerkzeugen. In diesem Anwendungsbereich erzielt die "Schritt für Schritt Härteschweißmethode" einen bedeutsamen Erfolg. Der Schweißvorgang wird zwischen den verzögerten Umwandlungstemperaturen, der Perlit und Bainit-Felder, die sich in der ZTU-Kurve befinden durchgeführt. Somit wird sichergestellt, dass die Härtbarkeit des Stahls beseitigt ist. Im Allgemeinen liegen die Temperaturen beim Schweißen zwischen 400°C und 600°C. Die Methode "Schritt für Schritt Schweißen" beruht auf der Tatsache dass sich bei dieser Art von Stahl, die austenitische Umwandlung, innerhalb eines Temperaturintervalls verschiebt.

Reihenfolge der Hartauftragung

a) Das Werkstück wird bis zur Glühtemperatur langsam erwärmt. Bei dieser Temperatur wandelt die die Konstruktion vollkommen in Austenit.
b) Die Kühlung bis zur Temperatur, der Schritt-für-Schritt Schweißung, ist die Temperatur (gemäß der ZTU-Kurve) an welcher die Verschiebung der austenitischen Umwandlung am deutschlichsten ist.
c) Bei der Temperatur dieses Schrittes wird die Schweißung durchgeführt
d) Das Werkstück wird entweder an der Luft oder in Öl (zwischen 50°C bis 150°C) gekühlt
e) Anlassen des Werkstücks bei der Anlasstemperatur, bei Schnellarbeitsstahl liegt diese Temperatur zwischen 550°C und 570°C.
f) Bearbeiten des Schweißbereichs.

OERLIKON bietet mit seinem vielfältigen Produktangebot, geeignete Lösungen für viele Verschleißprobleme, z. B.: umhüllte Stabelektroden, Fülldrähte, massive Drähte und Unterpulver-Schweißpulver für Schutzgas und Unterpulver-Schweißen. In den technischen Informationen dieser Produkte werden Anwendungsbereiche und sämtliche technischen Eigenschaften angegeben.

Bei individuellen Verschleißproblemen und deren Regenerierung mit Hartauftragung stehen wir als OERLIKON mit der erforderlichen technischen Unterstützung gern zur Verfügung.


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